«Spiel nicht für dich, sondern verhalte dich so, dass du deinen Partnern das Spielen erleichterst»
Yoshi Oida
Angewandtes Theater
Die bei Performance entwickelte Praxis des Angewandten Theaters schöpft aus dem Spannungsfeld zwischen Theater und Alltag. Sie erfahren die Wirksamkeit von nonverbalen Gesten, Geschichten und Phantasie. In der spielerischen Interaktion mit anderen Mitspielenden entstehen unbekannte Räume sinnlicher und sozialer Erfahrung und damit neue Handlungsoptionen.
Das Theaterspiel nährt sich von den Phantasien, den Träumen und den Lebenserfahrungen der Spielerinnen und Spieler. Gleichzeitig erfordert es eine Distanzierung von den eigenen biographischen Episoden und Erlebnissen, um sich in andere Figuren einzufühlen und zu verwandeln. Während das Theaterspiel Spontaneität und Chaosfähigkeit erfordert, ist es gleichzeitig eine äußerst geordnete und rationale Tätigkeit. Solche Widersprüche rufen Spannungen hervor, die das Spiel ermöglichen und nähren. Durch die im Spiel erlebte Selbstvergessenheit erwächst jener Einfallsreichtum, der es den Menschen erlaubt, auch in den anspruchsvollsten Situationen handlungsfähig zu bleiben.
Das Programm