WAS IST DRAMAPÄDAGOGIK?

Die Dramapädagogik nutzt die lernfördernde Kraft von Theaterprozessen in pädagogischen Kontexten wie Kindergarten, Schule und Bildungsinstitutionen aller Stufen. Sie kann für die unterschiedlichsten Fächer eingesetzt werden wie Sprachunterricht, Geschichte, Religion und sogar naturwissenschaftliche Fächer wie Mathematik, Physik und Chemie. Durch die Beachtung beider Ebenen, die in Lerngruppen wirksam sind, der Sach- und der Gruppenebene, vermittelt die Dramapädagogik nicht nur fachliches Wissen, sondern fördert auch die Gestaltung der Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen den Lernenden. Sie hilft, Spannungen, die durch Ängste und Konkurrenz entstehen, in produktive und kooperative Energiefelder zu lenken.

In der Dramapädagogik steht nicht primär das theatralische Ergebnis im Vordergrund, nämlich die Produktion und Aufführung eines Theaterstücks, sondern der Lernprozess in allen seinen Dimensionen: physisch, ästhetisch (sinnlich), emotional und kognitiv. «Drama» kommt aus dem Griechischen und heißt «Handlung». Dramapädagogik ist dementsprechend eine Pädagogik, die handlungsbezogenes ganzheitliches Lernen herbeiführt. Durch die Dramapädagogik wird das instrumentelle, das soziale, das expressive und das ästhetische Lernen gefördert.

Mehr Information finden Sie in: Elektra Tselikas, Dramapädagogik im Sprachunterricht, Orell Füssli Verlag, Zürich 1999. Bestellen.

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