Methodisches Vorgehen
Das methodische Vorgehen baut auf dem von Dr. Sue Jennings entwickelten System EPR (E = Embodiment, bzw. Verkörperung; P = Projection, bzw. Projektion; R = Role, bzw. Rolle.) und vollzieht sich in den folgenden drei Phasen, die den Phasen der menschlichen Entwicklung entsprechen:
| a) |
Sinnliche Wahrnehmung über den Körper, Aktivierung der Sinne, Förderung der Reaktionsfähigkeit über den Körper, Rhythmusgefühl und Raumwahrnehmung, Koordination, Stimme, Wecken der Phantasie über die Aktivierung des Körpers; |
| b) |
Ausdruck und Entfaltung der Phantasie durch den Entwurf von Geschichten und die Entwicklung von Situationen; |
| c) |
Rolleneinnahme und Rollenspiel, Expansion durch die Erfahrung der Verwandlung: Theaterrollen sind größer als das Ich, ihre Beziehungen größer als die alltäglichen Geschichten. Sie können das Ich und seine Beziehungen enthalten und diese gleichzeitig transzendieren. |
Der Alltag nährt das Theater und das Theater transzendiert den Alltag. Diese überlebensgroße Qualität des Theaters gibt Einsicht und Inspiration, gibt Ehrfurcht und Halt durch die Erfahrung der Einbindung in ein größeres Ganzes und durch die Expansion des Ich, die sich dank der Rolleneinnahme vollzieht. Wandel wird möglich.
Weitere Einflüsse auf unser Denken und unsere Praxis:
- Die griechischen Klassiker
- Konstantin Stanislavskis Konzept des emotionalen Gedächtnisses
- Jerzy Grotowskis Konzept des Armen Theaters
- Antonin Artaud, seine politische Haltung betreffend Geisteskrankheit und seine Suche nach einer neuen Sprache für das Theater
- Berthold Brechts Konzept der Verfremdung
- Peter Brooks Regenbogentheorie
- Peter Slade, Dorothy Heathcote und die Bewegung Drama in Education
- Lev S. Vygotskys Theorien des Lernens durch soziale Interaktion und Sprache
- Die Arbeiten von Richard Schechner, Augusto Boal und Victor Turner
- Das Playbacktheater von Jonathan Fox und Jo Salas
Das Programm
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